Die Hämostaseologie gewährleistet das Gleichgewicht zwischen den pro- und antikoagulatorischen Faktoren. So ist im gesunden Patienten sichergestellt, dass bei einer Verletzung das Blut gerinnt, die Wunde sich verschießt und gleichzeitig keine übersteigerte Gerinnungsreaktion entsteht, welche zu einer Thrombose führen könnte.
Dieses Gleichgewicht der Hämostase kann durch verschiedene angeborene oder erworbene Ursachen gestört werden und zu Blutungs- oder Thromboseneigungen führen. Zur Abklärung der Ursachen einer gestörten Hämostase, zur Abklärung von rezidivierenden Fehl- oder Frühaborten sowie zur Profilaxe vor geplanter Operation stehen neben den Globaltesten Quick und aPTT eine Vielzahl spezieller Gerinnungsuntersuchungen zur Verfügung. Je nach Fragestellung können diese gezielt als Einzeluntersuchungen oder in Form von Profilen angefordert werden.
Aufgrund der Komplexität der Hämostaseologie sind die klinische Anamnese sowie die Medikation bei der Beurteilung der erhaltenen Messwerte von großer Bedeutung, so dass eine sinnvolle Interpretation der Ergebnisse sowie Empfehlungen für weiterführende Diagnostik nur mit entsprechenden Informationen erfolgen kann.