Jede achte Frau in Deutschland entwickelt im Laufe ihres Lebens Brustkrebs. Brustkrebs ist damit die häufigste Art der Krebserkrankung für Frauen.

Die Kenntnis über das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, eröffnet Möglichkeiten, der Entstehung von Brustkrebs durch Präventionsmaßnahmen entgegenzuwirken bzw. durch gezielte Früherkennungsmethoden sich ggf. entwickelnden Brustkrebs sehr frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Die beiden körpereigenen Substanzen Proneurotensin (pro-NT) und Proenkephalin (pro-ENK) sind an der Bildung von (Brust-)Krebs bekanntermaßen beteiligt (siehe auch das Video unten auf dieser Seite). Die Ergebnisse von zwei Studien, an denen insgesamt knapp 3.500 Frauen beteiligt waren, belegen, dass erhöhte pro-NT-Konzentrationen und erniedrigte pro-ENK-Konzentrationen im Blut gesunder Frauen ein deutlich erhöhtes Risiko zur Brustkrebsentwicklung bedeuten. Gegenüber dem „normalen“ Risiko haben z.B. Frauen mit hohem pro-NT-Wert und gleichzeitig niedrigem pro-ENK-Wert ein etwa 3-fach höheres Risiko, im Laufe der folgenden 10-15 Jahre an Brustkrebs zu erkranken.

Das über die pro-NT und pro-ENK Bestimmung darstellbare Risiko ist keine Aussage, ob eine Frau im Laufe ihres Lebens tatsächlich an Brustkrebs erkranken wird. Es vergleicht aber die Häufigkeit auftretender Brustkrebserkrankungen zwischen Frauen mit „günstigen“ bzw. „ungünstigen“ pro-NT und pro-ENK Werten.

Über diese neue Vorsorgeuntersuchung berichtete auch "Die Welt" in ihrer Ausgabe vom 21.01.2014  sowie die "Lausitzer Rundschau" in ihrer Ausgabe vom 20.03.2014.

Für die Konzentrationsbestimmung von pro-NT und pro-ENK als individuelle Vorsorgeleistung (IGeL) ist lediglich eine einfache Blutentnahme erforderlich. Zwingend ist, dass die Blutabnahme nüchtern, d. h. nach einer Nahrungs-, Tabak- und Alkoholkarenz von mindestens 10 h erfolgt.

Weiterführende Informationen stehen Ihnen in unserem Patientenflyer nachfolgend zum Download bereit:

Brustkrebs-Risiko_Patientenflyer.pdf