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Wichtige Information

17.04.18

Bessere Diagnostik von bakteriellen und viralen Infektionen durch eine neue Generation von Abstrichbestecken

Ab 1. Mai 2018 finden Sie die neuen eSwab-Abstrichtupfer auf unserem MPS-Materialbestellschein unter: „Mikrobiologie/Immunologie“.

Bei diesen sogenannten „beflockten Tupfern“ sind die Borsten im rechten Winkel am Kunststoffträger angeschweißt. Dadurch kann dieser Abstrich vier bis fünf Mal mehr Probenmaterial aufnehmen. Das abgenommene Probenmaterial wird zudem sehr effizient in das flüssige Amies-Transportmedium abgegeben.

Die neue Tupfer-Generation führt durch eine verbesserte Probenausbeute zu einer deutlich sensitiveren Diagnostik von Infektionserregern wie Bakterien und Viren.

Aus einem eSwab-Abstrich können in Zukunft gleichzeitig eine Bakterienkultur und der RNA- bzw. DNA-Nachweis mittels PCR durchgeführt werden. Die Einsendung von jeweils einem Tupfer mit Gel (Anzucht) und einem Tupfer ohne Gel (PCR) entfallen dann, da das flüssige Transportmedium keine die PCR inhibierenden Substanzen mehr enthält.

Ein Beispiel hierfür ist die nun gleichzeitig mögliche Untersuchung auf A-Streptokokken, Haemophilus oder Pneumokokken durch Anzucht und die Durchführung unseres Respi-Panel auf verschiedene andere Erreger respiratorischer Infektionen (z. B. Influenzaviren, Respiratorisches Syncytial-Virus, Coronavirus, Humanes Metapneumovirus, Rhinovirus/Enterovirus, Adenovirus, Parainfluenzaviren, Humanes Bocavirus, Chlamydia pneumoniae, Mycoplasma pneumoniae und Legionella pneumophila) durch Multiplex-PCR aus nur einem Rachenabstrich.


Vorteile des eSwab Abstrichtupfers gegenüber herkömmlichen Baumwollabstrichtupfern:
• Sensitiver, da größere Oberfläche
• Weniger Abstriche: In der Regel können mit einem eSwab aus einem Abstrich mehrere diagnostische Tests durchgeführt werden (Kultur, Antigennachweise und PCR).

WICHTIG! Ausnahme: Das „HPV“ - sowie das  „Chlamydien“-Abstrichbesteck (Nachweis der HPV- und C. trachomatis-/N. gonorrhoe-DNA) und der trockene Tupfer für den Nachweis von Mycoplasmen/Ureaplasmen im Genitalabstrich bleiben weiterhin bestehen.

Was kann mit den neuen eSwab Abstrichtupfern untersucht werden?
Wundabstriche, Rachenabstriche, Ohrenabstriche, Nasenabstriche, Augenabstriche, MRSA- und MRGN-Screeningabstriche, Vaginalabstriche, Cervixabstriche, Harnröhrenabstriche

Erreger und Resistenzbestimmung, molekularbiologische Untersuchung (PCR) auf Pertussis, Influenzaviren, Mycoplasmen, Legionellen, Adenoviren, RSV, HSV, VZV, RPP (Respi Panel)

Auch die neuen Abstrichtupfer sind in zwei Stärken erhältlich. Dabei werden die dickeren Tupfer (rote Kappe) wie bisher für die Mehrzahl der Abstriche verwendet. Die dünneren Tupfer (orange Kappe) sind v. a. für Harnröhrenabstriche, tiefe Nasen-Rachenabstriche und ggf. den Einsatz in der Pädiatrie geeignet.

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an die Kollegen im bakteriologischen Labor: Tel.: 0355 58402-21
oder Sie kontaktieren unseren Außendienst: Herrn Ortmann Tel.: 0355 58402-614 oder Frau Zeuke Tel.: 0151-19545452.

 

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