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Borreliose

23.03.18

Diagnostik und Therapie

Die Lyme-Borreliose ist eine klinische Diagnose. Symptomatik und Anamnese sind ausschlaggebend für die weitere Diagnostik:● Eine Zeckenstich-Anamnese OHNE klinische Symptomatik sollte kein Anlass für eine  mikrobiologische und serologische Untersuchung sein. ● Das typische Erythema migrans ist eine Blickdiagnose. Es kann in bis zu 50 % der Fälle seronegativ sein. In bestimmten Situationen können serologische Untersuchungen dennoch sinnvoll sein (bspw. zur Sicherung von Versicherungsansprüchen).● Bei allen weiteren Verdachtsbefunden ist eine serologische Diagnostik indiziert. ● Die Untersuchung von angesogenen Zecken auf Borrelien mit dem Ziel daraus eine Therapieindikation abzuleiten, wird nicht empfohlen, da eine Infektion weder vorhergesagt noch ausgeschlossen werden kann.  Empfehlungen zur antibiotischen TherapieEin positiver Antikörperbefund spricht nur im Zusammenhang mit entsprechenden klinischen Befunden für eine Lyme-Borreliose. Bezüglich der therapeutischen Empfehlungen gibt es keine neuen Empfehlungen. Eine seit längerem geplante AWMF-Leitlinie „Lyme-Borreliose, Diagnostik und Therapie“ wurde bisher noch nicht veröffentlicht. Die Verbreitung der fertiggestellten S3-Leitlinie „Neuroborreliose“ wurde per einstweiliger Verfügung gestoppt, da die Patientenorganisation (BFBD) und die Deutsche Borreliose-Gesellschaft (DBG) ihre Einwände zur Diagnostik und Therapie nicht eingebracht sahen. Aus diesem Grund gelten weiterhin die Europäischen Therapieempfehlungen der EUCALB (European Union Concerted Action on Lyme Borreliosis), die in der folgenden Tabelle dargestellt sind. Zusätzlich sind die Empfehlungen der Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft „Kutane Lyme-Borreliose“ von 2016 mit eingefügt worden.Bei weiteren Fragen stehen Ihnen gern Frau Dr. Anke Bühling und Dr. Karsten Mydlak zur Verfügung.

 

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