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EBM-Laborreform 2018

20.03.18

Wirtschaftlichkeitsbonus und Ausnahmekennziffern zum 01.04.2018

Wie Sie den Fachzeitschriften entnehmen können, wird zum 01. April 2018 eine EBM-Änderung im Bereich Labor in Kraft treten, die in erster Linie den Wirtschaftlichkeitsbonus und die Ausnahmekennziffern betrifft. Zudem wird die Kostenerstattung der durch uns erbrachten Laboruntersuchungen (Facharztlabor) durch eine niedrigere Auszahlungsquote von 89% (statt bisher 91,58%) weiter reduziert.
Auf Grundlage der Veröffentlichungen im Deutschen Ärzteblatt (1/2 2018) möchten wir Sie an dieser Stelle über die wichtigsten - Ihre Praxis betreffenden - Veränderungen informieren:

Wirtschaftlichkeitsbonus Labor ab 01.04.2018
Die grundsätzliche Berechnungsformel für den Wirtschaftlichkeitsbonus bleibt unverändert (Arztgruppenspezifische Punktzahl x relevante Behandlungsfälle/Quartal). Eine Regressgefahr für Ihre Praxis besteht nach wie vor nicht. Der Wirtschaftlichkeitsbonus kann wie bisher auf maximal  0€ sinken.

Beschlossen wurden aber Änderungen der arztgruppenspezifischen Punktzahlen zur Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus.

Relevante Behandlungsfälle ab 01.04.2018
Ab dem 01.04.2018 werden alle Behandlungsfälle, bei denen mindestens eine Versicherten-, Grund- oder Konsiliarpauschale abgerechnet wird (auch die Fälle mit Ausnahmekennziffern), in die Berechnung des Wirtschaftlichkeitsbonus einbezogen.

Laborbudget – neue Berechnung ab 01.04.2018
Zukünftig entscheiden die durchschnittlichen Laborkosten einer Arztpraxis pro Behandlungsfall in Relation zu den für die jeweilige Arztgruppe festgelegten Grenzwerten über die Auszahlung des Wirtschaftlichkeitsbonus. Zu den budgetrelevanten Laborkosten zählen alle Laboruntersuchungen, die im eigenen Praxislabor erbracht werden und in das Facharztlabor überwiesen werden. Laboruntersuchungen, die durch die bekannten (und neuen) Ausnahmekennziffern befreit sind, werden bei der Berechnung dieser durchschnittlichen Laborkosten nicht berücksichtigt. Eine Pocketcard mit den ab 1. April gültigen Befreiungsziffern liegt diesem Schreiben bei.

Ausnahmekennziffern – neu ab 01.04.2018
Der Inhalt der Ausnahmekennziffern wurde neu gestaltet. Im Gegensatz zu der bisherigen Regelung sind die Ausnahmekennziffern zukünftig mit definierten Laboruntersuchungen gekoppelt. Diese definierten Laboruntersuchungen bleiben bei der Berechnung der Laborkosten pro Behandlungsfall unberücksichtigt.

Wichtig:
•    Es können mehrere Ausnahmekennziffern pro Behandlungsfall angegeben werden; diese müssen in Ihrer Praxissoftware (AIS) dokumentiert werden.
•    Die Übermittlung der Ausnahmekennziffern an das Labor entfällt, d.h. sie sind zukünftig nicht mehr auf dem „Laborschein“ (Muster 10) anzugeben und werden vom Labor nicht mehr an die KV gemeldet.
•    Ihre Arztpraxis muss die Ausnahmekennziffern bei der Quartalsabrechnung direkt an die KV übertragen.

Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Selbstverständlich können Sie sich auch gern an unseren Außendienst wenden.

 

Weitere Informationen finden sie hier.